PHILOSOPHIE

1.  Jede Bauaufgabe ist als Fragestellung zu verstehen, die es zu analysieren gilt, und auf die eine spezifische Antwort zu finden ist. Dies geschieht im Dialog dem Bauherren selbst, mit den Problemen der Aufgabe, mit der Bedeutung des Ortes, mit den funktionellen Anforderungen des Nutzers, mit den ökonomischen Möglichkeiten, mit der Geographie und der Topographie, mit dem Klima und der Tradition, mit der Geschichte des Ortes.

2.  Architektur ohne Gebrauchsfähigkeit ist wertlos. Die Ansprüche des späteren Nutzers stehen im Mittelpunkt aller Entscheidungen.

3.  Architektur heißt nicht nur objektives Anwenden von Nutzungs-, Konstruktions- und Gestaltungserkenntnissen. Architektur ist subjektive Auswahl, persönliche Stellungnahme, Begeisterung.

4.  Den allmählichen, unmerklichen Anpassungsprozess an die zahlreichen Einflüsse von außen (Bauherr, Öffentlichkeit, Baubürokratie) ständig reflektieren und gewichten. Dabei immer wieder den eigenen Standort hinterfragen. Architektur nicht zum willkürlich manipulierten Objekt werden lassen.

5.  Nie den eigenen Anspruch aufgeben – ohne anmaßend zu sein. Die Kunst besteht in der Vermittlung zwischen den Ansprüchen aller Beteiligter, ohne den eigenen aus dem Auge zu verlieren.

6.  Vom Einfachen das Beste. Die Aufgabe so einfach wie möglich lösen, ohne in Banalität zu verfallen. Architektur dient nicht der Selbstdarstellung.

7.  Das Detail ist so wichtig wie das Konzept. Aus der Qualität der Teile und ihres räumlichen Zusammenspiels folgt die Qualität des Ganzen.

8.  Gestaltung erfordert Disziplin: Einheit in der Vielfalt, Vielfalt in der Einheit. Nichts dem Zufall überlassen.

9.  Architektur muss die Sinne ansprechen. Material, Farben, Formen, Licht und Raum beeinflussen das Verhalten.

10.  Die Qualität des realisierten Bauwerks steht im Mittelpunkt jeder Zusammenarbeit im Planungsprozess. Keine Leistung ist wichtiger als die andere. Die Bedeutung liegt in der Zusammenführung vieler (oft nicht kompatibler) Elemente zu einem geschlossenen Ganzen.

INHABER

Bernd Wessling

  • geboren 1957
  • Studium an der TU Braunschweig und RWTH Aachen
  • Abschluss als Dipl.-Ing., Architekt
  • Mitglied der Architektenkammer Hamburg
  • Mitglied des BDA
  • Dozent an der IHK

Lars Walkenhorst

  • geboren 1969
  • Studium an der TU Hamburg-Harburg / HfBK Hamburg
  • Mitglied der Architektenkammer Hamburg
  • Mitglied beim BDB

MITARBEITER

Matthias Woschek

Olaf Koring

Stefan Hoppe

Thimon Triebel

Will Heckhoff